Europa,  Roadtrips

Bjarnarhöfn Shark Museum

Am Weg Richtung Westen kommen wir am Bjarnarhöfn Shark Museum vorbei. Um umgerechnet 5,00 Euro pro Person kann man dort das private Hai Museum besichtigen. Wir werden eingeladen, Hákarl mit dunklem Brot zu kosten. Hákarl ist eine isländische Spezialität, die aus fermentiertem Fleisch des Grönlandhais besteht. Der Geruch und Geschmack dieses Fleisches ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern in unseren Augen absolut nicht zu essen.

Das kleine Museum ist Rand voll mit ausgestopften Tieren und Fischer-Utensilien. Viele verschiedene Arten von Möwen, Papageientaucher, Eulen, verschiedenste Vogelarten, Robben und sogar Polarfüchse stehen ausgestopft in dem Museum. Die Utensilien der Fischer reichen über Harpunen bis hin zu einem Fischerboot, das mitten im Raum steht. Die Gebisse und sogar die Eier einiger Haie sind ebenfalls ausgestellt.

Die eigentliche Attraktion ist aber hinter dem Museum. 30 Meter weiter werden Stücke der gefangenen Grönland- oder auch Eishaie genannt, zum Trocknen aufgehängt. Grundsätzlich ist der Hai für den Menschen ungenießbar bis giftig und ist nur aufgrund der Fermentierung essbar. Die Verarbeitung eines Eishaies ist sehr langwierig. Der Hai wird ausgenommen, gesäubert und gewaschen und dann in kleine Stücke gehackt. Danach wird das Fleisch in durchlässigen Holzkisten abgelagert, dort bleibt es dann sechs Wochen bis 3 Monate, je nach Jahreszeit. Nach dieser Zeit wird das Haifleisch in eine Trockenhütte gehängt, damit das Ammoniak entweichen kann. Dort bleibt es ca. zwei bis vier Monate hängen, bis es fest und trocken ist. Für uns ist diese „Spezialität“ definitiv nichts, für uns ist es einfach ungenießbar.

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