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La Digue – klein aber fein

Unser Inselhopping geht weiter. Wir fahren mit der Fähre von Praslin nach La Digue. Die Fährenfahrt dauert 20 Minuten, doch einigen Passagieren bekommt die Schiffsfahrt leider nicht so richtig. Wir bleiben davon Gott sei Dank verschont und als wir in La Digue anlegen, sehen wir schon das Ox Cart, das uns zu unserem Hotel bringt.

Auf La Digue leben rund 2.200 Einwohner, sie ist die kleinste der drei bewohnten Hauptinseln der Seychellen. Und unter uns gesagt auch die Schönste. Das Hauptverkehrsmittel ist das Fahrrad, erst seit ein paar Jahren gibt es einige Autos, jedoch sehen wir sehr selten eines.

Das Ox Cart bringt uns zu unserem Hotel Chateau St Cloud. Eigentlich haben wir ein ganz normales Doppelzimmer gebucht, doch wir bekommen ein Upgrade ins Zimmer „Kino“. Wir müssen einige Stufen steigen und werden zu einer kleinen Hütte geführt, die letzte Hütte am Ende des Weges. Nun wissen wir, warum dieses Zimmer „Kino“ heißt und seinen Namen allemal verdient hat. Eine Hütte für uns alleine, ein riesiges Badezimmer und ein atemberaubender Ausblick. Wir sind absolut begeistert von dieser Unterkunft und können sie jedem, der auf die Seychellen fliegt, nur weiterempfehlen.

Wir machen einen ersten Rundgang und finden einen kleinen Strand direkt am Hafen. Wir genießen dort den restlichen Tag, bevor wir uns im Hotel auf das Buffet stürzen.

Am nächsten Tag borgen wir uns im Hotel ein Fahrrad aus. Wir fahren in den Süden zu den Stränden Grand Anse und Petite Anse. Beim Grand Anse angekommen sehen wir schon die Warnschilder, dass dieser Strand nicht zum Baden geeignet ist. Der Wellengang ist dort so hoch, dass das Betreten des Meeres auf eigene Gefahr ist. Wir wandern den langen Strand entlang und kommen zu einem kleinen Weg. Hinter dem kleinen Hügel befindet sich der Petite Anse. Auch dort finden wir die Warnschilder. Wir machen einige Fotos und fahren zurück in den Norden von La Digue. Es geht zum Nationalpark L’Union Estate. Der Nationalpark hat allerdings wieder einen eigenen Blogbeitrag verdient (siehe ###). An diesem Abend gibt es im Hotel zum Abendessen ein fix vorgegebenes Menü.

Halbzeit unserer Rundreise auf den Seychellen. Und wir beginnen diesen Tag mit einem Ausflug nach Félicité. Félicité ist etwa drei Quadratkilometer groß und somit die sechstgrößte Insel der inneren Seychellen. Auf der kleinen Insel wird gerade ein neues Luxusresort gebaut. Die Nachbar-Insel Cocos steht eigentlich auch auf dem Plan, jedoch sind dort zu hohe Wellen. Deswegen fahren wir zum Schnorcheln zur Küste von Félicité. Wir können sehr viele Fische und wahnsinnig viele Korallen bewundern. Nach unserem kleinen Ausflug quält uns der Hunger. Wir finden eine Pizzeria, ein sehr teures Restaurant, aber das gönnen wir uns heute einmal. Eine Pizza kostet umgerechnet EUR 21,00, ein teures Mittagessen, aber wenigstens schmeckt sie. Den Nachmittag verbringen wir an dem kleinen Strand am Hafen. Ab und zu bekommen wir Besuch von einem streunenden Hund, der es sich bei unseren Füßen gemütlich macht. Am Abend werden wir in unserem Hotel wieder mit einem großen Buffet verwöhnt.

15. August, Feiertag, auch auf den Seychellen. Wir borgen uns wieder ein Fahrrad vom Hotel aus. Die Ostküste von La Digue wartet heute auf uns. Wir kommen vorbei beim Strand Anse Gaulettes, dort legen wir gleich einmal einen Zwischenstopp ein. Es ist ein wunderschöner, langer Strand mit vielen Bäumen, Palmen und Büschen die uns Schatten spenden. Wir setzen unsere Fahrradtour fort und kommen ans Ende der Ostküste. Dort ist tatsächlich die Straße aus. Man kommt dort nicht weiter. Deswegen drehen wir um und fahren wieder retour. Wir bekommen langsam Hunger und machen beim Take Away „Gala“ halt. Gestärkt geht’s dann weiter zum Grand Anse. Auf halbem Weg haben wir eine Fahrradpanne, des lustige dabei: Wir sind nicht allein. Zwei Italiener haben das gleiche Problem mit ihren Fahrrädern. Durch die gegenseitige Hilfe ist das Problem aber recht schnell gelöst und wir fahren weiter zum Grand Anse. Wir genießen den Ausblick und schießen einige Fotos. Zurück im Zentrum von La Digue werden wir von der Feiertagsparade überrascht. Man hat das Gefühl, dass sich alle Bewohner der Insel auf einmal Treffen. Wir sehen uns die noch die Parade an, bevor wir wieder in unser Hotel zurückkehren und unser Abendessen genießen.

Der letzte Tag auf La Digue bricht an und uns zieht es uns wieder zum Grand Anse. Diesmal aber nutzen wir den Wind um unseren Drachen steigen zu lassen. Darauf die GoPro montiert, ergeben sich wunderschöne Bilder aus ca. 100 Metern Höhe. Danach geht’s mit unserem Fahrrad weiter zum Nationalpark, dort machen wir eine kleine Pause und genießen vorm Nationalpark den kleinen Strand, der komplett menschenleer ist. Diese Ruhe, der weiße Sandstrand und das türkisblaue Wasser sind einfach traumhaft. Nach dem Feiertag geht’s im Herzen von La Digue immer noch rund. An den Ständen des riesigen Marktes findet man Gewand, Spielzeug und Essen. Wir holen uns eine Kleinigkeit gegen den Hunger und machen uns auf zum Nationalpark. Dort lassen wir den letzten Tag auf La Digue gemütlich ausklingen.

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